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Ost-West-Boulevard
Die Ost-West-Achse ist eine der Schlagadern des Wirtschaftsverkehrs in Hamburg. Der geringste Teil des dort fließenden Verkehrs hat die Innenstadt zum Ziel. Dieser Verkehr wird sich auch bei durchgängiger E-Mobilität nicht verringern, sondern je nach Wirtschaftskraft der Metropolregion Hamburg sich sogar noch steigern oder geringfügig vermindern.
Der verbleibende zweispurige und verkehrsberuhigte Boulevard hat ein Verkehrsfassungsvermögen von 10.000 PKW pro Tag, das bei einem durchgängigen Tempolimit von 25km/h vollständig ohne Ampeln auskommt und dem kreuzenden Verkehr einen sicheren Übergang ermöglicht.
Auf diese Weise kann dem mittelalterlichen Kern der alten historischen Altstadt innerhalb des Wallrings die Qualität zurückgegeben werden, die er einst hatte. Theoretisch ist es möglich, bei Beschluss noch in 2020 eine fertige Straße in 2026 übergeben zu können.
Technische Daten:
Einfahrts- und Ausfahrtsbauwerke am Millerntor: neu
Einfahrts- und Ausfahrtsbauwerke am Deichtor: bereits vorhanden
Beidseitiger Anschluss des Wallringtunnels
Länge des Tunnels: 2,50km
Länge der bergmännischen Tunnel: 2.500m
Anzahl der Fahrbahnen: 4
Fahrbahnbreite in jedem Tunnel, jeweils: 2 x 3,75m + 2m Standstreifen
Röhre, Lichtraumprofil: 10,50m x 4,90m
Innendurchmesser: 12,35m
Außendurchmesser: 13,75m
größte Tiefe des Tunnelbauwerks unter der Oberfläche: ca. 50m
System: machineller Schildvortrieb von jeweils zwei Baugruben aus, Auskleidung mit Betonfertigteilen, baugleich mit vierter Elbtunnelröhre
Baugruben: 2
Bauzeit: Planfeststellungsverfahren, geschätzt 4 Jahre
Durchführung: geschätzt 5 Jahre
Baukosten:
Geschätzt analog zur vierten Elbtunnelröhre, da sie baugleich ist, mit entsprechenden Preissteigerungsraten
1,675 Mrd. €
Finanzierung über Beiträge des Bundes für die Bundesstraße
600 Millionen
Rest:
Wird über den Kapitalmarkt finanziert, Tilgung und Zinsleistung über eine automatische Tunnelmaut, die sich an den Kosten der Alternativrouten: A7, Horster Viereck, A1, gegebenenfalls Hafenquerspange orientiert.
Alle übrigen Querungen von West nach Ost und umgekehrt sollten mit einem Tempolimit von 25 km/h, sowie auf eine höchst Tonnage von 7,5 Tonnen belegt werden, um Umgehungsverkehr unattraktiv zu machen.
Der ÖPNV kann die Bedürfnisse von Dienstleistern, Transporteuren, Handwerkern und Lieferanten, also allen, die nicht nur einen festen Arbeitsplatz, oder Termin in der Stadt haben, nicht erfüllen, selbst, wenn man die Taktzeiten verkürzt.
Der Verkehr nimmt in Hamburg nicht ab, sondern zu: die besondere topographische Lage Hamburgs macht die Ost-West-Achse vom Millerntor bis zum Deichtor zur Lebensader der Stadt. Ihre Kappung käme einem Schnitt durch die Halsschlagader gleich, also Infarkt. Die wenigsten Fahrzeuge auf dieser Magistrale wollen in die Stadt, sondern von Ost nach West und umgekehrt zwischen Alstersee und Elbe hindurch.
Wenn in absehbarer Zukunft nur der Teil, der in die Stadt will, den Boulevard benutzt und der Rest, also ca. 50.000 bis 60.000 Fahrzeuge pro Tag unten hindurch fährt, ändert sich an den Zu- und Abfahrten nichts. Lediglich die historische Innenstadt innerhalb des Wallrings wächst wieder zusammen und die Lebensqualität der dort arbeitenden und wohnenden, oder sich nur aufhaltenden Menschen wird unvorstellbar verbessert.